Kategorie: Büchertipps

Andrea Köhler-Ludescher: „Paul Watzlawick“

 

Heute möchte ich Ihnen eine wunderbar gelungene Biografie von Paul Watzlawick ans Herz legen.
Das Buch über einen der wohl international bekanntesten Kärntner Wissenschafter und Therapeuten ist ein Genuss für jedermann.

Paul Watzlawick
Die Autorin, Andrea Köhler-Ludescher, ist nicht nur Kommunikationsexpertin und Juristin, sie ist auch Watzlawicks Großnichte und hat liebevoll Briefe, Interviews, Aussagen von Zeitzeugen und Familienmitgliedern zusammengetragen und dieses tolle Buch geschrieben.

 

 

Das Buch begleitet Sie durch Paul Watzlawicks Leben, seine Kindheit in Villach und Wien, sein Studium in Venedig, Ausbildungen und Arbeit in Zürich, Indien, El Salvador bis letztlich in die USA. Bekannt war er als Kommunikationsforscher, radikaler Konstruktivist und einer der Wegbereiter der Systemischen Familientherapie. In Andrea Köhler-Ludeschers Biografie lernen Sie Paul Watzlawick auch als unglaubliches Sprachentalent, als Liebhaber der guten Küche, als Übersetzer und Dolmetscher, als konsequenten Yoga-Praktizierenden und dennoch leisen und bescheidenen Menschen kennen.

 

 

Ein sehr persönliches Buch, das uns so nebenbei viele Eindrücke aus vergangenen Zeiten vermittelt und sich gleichzeitig wie ein Abenteuerroman liest.

 

Daniel Glattauer: Die Wunderübung

Das kleinen Büchlein mit dem Titel „Die Wunderübung“ wird Viele von Ihnen amüsieren. Die Komödie handelt von einem sich im Dauerstreit befindenden Ehepaar, das sich nach Frieden sehnt und sich dazu entschlossen hat, bei einem Therapeuten eine Paartherapie zu beginnen. Der müht sich mit verschiedensten Übungen mit dem Paar ab, alles scheint aussichtslos zu sein. Eine persönliche Krisensituation des Therapeuten scheint jedoch eine Wendung in die Geschichte zu bringen, aber bitte, lesen Sie selbst….

 

 

 

 

Daniel Glattauer hat die Fähigkeit, Paare und deren Kommunikationsmuster herrlich detailiert zu beobachten und derart humorvoll zu beschreiben, sodass aus dieser inhaltlich eher tragischen Situation eine durch und durch vergnügliche Komödie wird.

 
Diejenigen unter Ihnen, die sich in aktuell schwierigen Beziehungen befinden, könnten sich darin auf herzerfrischende Art und Weise wiederfinden, Singles und Menschen in harmonischen Beziehungen werden aufatmen und froh sein, sich derzeit nicht in solchen Querelen zu befinden und sich ebenso köstlich amüsieren.

 

Ich kann Ihnen das Buch nur empfehlen, wenn´s Ihrer Beziehung nicht gut tun sollte, dann kommen Sie einfach zu mir in die Paarberatung

 

 

Psychovampire – über den positiven Umgang mit Energieräubern

 

 

 

Liebe Leser!

 

 

 

 
Vielleicht kennen Sie das auch: Man verbringt einen angenehmen Tag und trifft plötzlich zufällig auf einen bestimmten Menschen und plötzlich ist die ganze Energie weg.
Man fühlt sich innerhalb von Minuten kraftlos, leer, ausgesaugt.

 

Nein, das ist kein Psychothriller, das ist unser Alltag. Psychovampire – Menschen, die unsere Energie rauben, die uns mit einem einzigen Satz den ganzen Tag verderben können, finden uns immer wieder. Das war die schlechte Nachricht.

 

Die gute Nachricht aber ist, dass der bekannte Fachartz für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie Dr. Hamid Peseschkian ein Buch darüber verfasst hat, wie wir Psychovampire erkennen können und wie wir uns im Alltag gegen sie schützen können. Und dafür brauchen wir keinen Knoblauch, nur ein wenig Übung. Bestimmt fällt auch Ihnen jetzt sofort eine Person ein, die Ihnen ein gutes Übungsfeld bieten könnte…

 

 

 

Ich möchte Ihnen hier einen kurzen Auszug über beliebte Psychovampir-Typen geben (die vollständige Liste finden Sie im Buch):

 

Der Ja-aber-Vampir

Prinzipiell begegnet dieser Vampir jeder Idee, jeder Äußerung mit dem Satz: „Ja, aber…“ Diese Grundhaltung wird als extrem anstrengend und negativistisch erlebt, da er viele Gründe anführt, warum er etwas nicht ändern oder tun kann.

 
Der depressive Psychovampir

Er trägt die Last der ganzen Welt auf den Schultern und läuft dabei ständig mit einem leidenden Gesicht herum. Alles ist ihm zu schwer. Er hat viel Zeit, erledigt aber kaum etwas. Er quält sich durch den Tag und zieht so sein ganzes Umfeld emotional und stimmungsmäßig herunter.

 

Der höfliche Vampir

Auch zu viel Höflichkeit kann anstrengend sein. Dieser Vampir will niemandem zur Last fallen, möchte ständig helfen und alles und jeden unterstützen. Wenn man ihn in ein Restaurant einlädt und ihn fragt, was er trinken möchte, dann lautet die Antwort: „Was trinkst denn du? Mir ist egal, was.“ So muss man immer wieder nachfragen, bis sich der andere endlich entscheidet. Die zurückhaltende Art des Psychovampirs wird als extrem anstrengend erlebt.

 

Der Experten-Vampir

Er hat keine Ahnung, hält sich aber für einen Experten. Er weiß auf jede schwierige Situation eine Antwort, ist ein Besserwisser und verletzt mit seinen ständigen Ratschlägen die anderen. Er frisst die Zeit seiner Opfer, denn er holt mit seinem angeblichen Wissen immer weit aus. Wer es wagt, ihm zu sagen, dass er keine Ahnung hat von dem, was er sagt, riskiert ein dauerhaft kompliziertes Verhältinis mit diesem Vampir.

 

Na, sind Ihnen einige dieser Typen bekannt oder haben Sie sich vielleicht selbst in einem erkannt? Im Buch von Hamid Peseschkian können Sie weitere Typen kennenlernen. Sie erfahren auch, wie man sie rasch identifiziert und wie man am besten mit ihnen umgeht.

 

 

Um Sie auch für kurze, aber heftige Attacken der Vampire zu sensibilisieren, sind hier einige typische Vampirsprüche:

 

 

  • Von dir hätte ich dies nie erwartet!
  • Wir haben das schon immer so gemacht!
  • Für deine Patienten hast du immer Zeit.
  • Ich dachte, wir sind Freunde…
  • Du wirst schon wie deine Mutter!
  • Diesen Vorschlag hatten wir vor Jahren schon mal.
  • Es ist okay, dass du keine Zeit für meine Probleme hast. Du hast viele Sachen zu erledigen, die wichtiger sind als mein Anliegen.

 

 

Ich kann Íhnen dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Es ist sehr spannend und lustig zu lesen. Hamid Peseskian und seine Co-AutorinConnie Voigt (Journalistin und Kommunikationsexpertin) haben damit ein sehr praktisches und humorvolles Buch geschaffen. Und Sie wissen ja: Humor ist gerade in schwierigen Situationen hilfreich, denn er schafft die nötige Distanz.

„Menschen lesen“ von Joe Navarro

 

 

 Ich möchte Ihnen diesmal das Buch „Menschen lesen“ von Joe Navarro, einem ehemaligen FBI-Agent, ans Herz legen.

 

 
Wer sagt mir wirklich die Wahrheit?
Wer ist mir wohlgesonnen, wem kann ich vertrauen und vor wem sollte ich mich eher schützen?

 
Worte können Vieles verschleiern, überdecken oder auch verschönern. Doch der Körper lügt nicht. Er verrät uns all das, was uns eine Person vielleicht nicht sagen möchte.
Für all jene, die ihre Beobachtungsfähigkeit schärfen möchten ist dieses Buch von Joe Navarro eine wahre Schatzkiste voller Tipps und Tricks, worauf man im Umgang mit unseren Mitmenschen achten sollte.

 
Egal, ob Sie wissen wollen, für welches Produkt sich ihr Kunde wirklich interessiert, welche Fragen den Bewerber bei einem Vorstellungsgespräch in Stress versetzen, oder ob ihr Weihnachtsgeschenk tatsächlich gut angekommen ist, mit diesem Buch lernen Sie, auf die richtigen nonverbalen Signale anderer zu achten.

 

 

 Wussten Sie, …
… dass viele Pokerspieler zwar ihr Gesicht ganz gut im Griff haben, jedoch ihre Beine und Füße können einen versuchten Bluff schnell auffliegen lassen?

… dass Männer oft ihren Nacken berühren, wenn sie sich unbehaglich fühlen oder unsicher sind?

… dass unsere Füße und Beine die ehrlichsten Körperteile sind?

… dass wir uns mit unserem Körper von Menschen weglehnen, wenn wir sie nicht mögen?

 

 

Insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch, das viel praktisches Wissen vermittelt, das jeder jederzeit brauchen kann!

 

 

 

Buchtipp: Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist?

Liebe LeserInnen!

 

 

Diesmal möchte ich Ihen das Buch „Wohin geht die Liebe, wenn Sie durch den Magen durch ist?“ von Dr. med. Eckart von Hrischhausen (erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag) ans Herz legen.
Der studierte Mediziner, Wissenschaftsjournalist, Komiker und Moderator beschäftigt sich in diesem Buch auf humorvolle Art und Weise mit den Irrungen und Wirrungen der Liebe, mit den Strapazen des Singlelebens und denen des Beziehungs- und Ehelebens.

 

Hier ein paar Auszüge und Überlegungen des Autors:

 

Im Kapitel „Wonach suchen wir eigentlich?“ beschäftigt sich Hirschhausen mit evolutionspsychologischen Theorien der erfolgreichen Partnersuche und den dazugehörigen praktischen Überlegungen.
Daher sei für alle Singles folgendes gesagt:

 
Laut unterschiedlichen Studien finden wir vor allem Gesichter sympathisch und anziehend, in den wir Ähnlichkeiten von uns selbst entdecken.
„Die Evolutionspsychologen meinen, dass man aus der Ähnlichkeit im Gesicht auf gemeinsame Gene schließt und lieber mit jemandem die Kinder großzieht, der gut zur Familie passt, als mit jemandem, der ganz anders ist. Es heißt ja immer, dass sich Paare über die Zeit ähnlicher werden. Das stimmt. Das gilt auch für Hunde und ihre Herrchen. Ein Teil der Erklärung ist, dass ein gemeinsamer Lebensstil eine parallele Gewichtszunahme nahelegt. Und wenn beide oft lachen oder beide oft grollen, sich auch das in ähnlichen Gesichtszügen langfristig niederschlägt. Die viel einfachere Erklärung aber lautet: Man wird sich ähnlich, weil man sich von Beginn an ähnlich war und sich deshalb gegenseitig ausgesucht hat“.

 

Dass die Strategie, das Ähnliche dem Verschiedenen vorzuziehen, so einige Vorteile mit sich bringt, kann ich durchaus nachvollziehen. Wer von Ihnen jedoch bei der Parterwahl auch gleich die Erhaltung der Art im Sinn hat, und ich bin mir bewusst, dass das die Minderzahl sein wird, dem sei gesagt, dass lt. Genforschung „eine höchst mögliche genetische Vielfalt auch die größten Chancen verspricht, für all die noch kommenden Umwelten gerüstet zu sein.  Das Vermischen von genetischen Anlagen möglichst wenig verwandter Menschen erlaubt höchste genetische Vielfalt“ (siehe Markus Hengstschläger: Die Macht der Gene; 2006; Verlag Piper München Zürich)“.

 

Nicht ganz so langfristig gesehen, ist es (manchmal – aber auch nicht immer!!!) einfacher, sich mit potenziellen Partnern auf einer Wellenlänge zu fühlen, die man glaubt (!) rasch verstehen und erfassen zu können und mit denen man einiges gemeinsam hat. Deshalb wieder zurück zum Versuch der Wahrheitsbelegung des Sprichworts: „Gleich und gleich gesellt sich gern“ aus dem Buch von Eckart von Hirschhausen:

 
„Nach diesem Muster funktionierte auch folgende Studie: Ausgerechnet im tiefkatholischen Trier sollten 50 Männer Fotos von nackten Frauen beurteilen. Bei einem Teil der Frauen hatte man Merkmale des männlichen Betrachters dem Bild beigemengt, in das Gesicht, versteht sich. Gerade so viel, dass es nicht groß auffiel, das Bild aber vertrauter wirkte. Die Hälfte der Männer wurde künstlich unter Stress gesetzt, indem sie eine Hand drei Minuten ins eiskalte Wasser halten mussten – Herzfrequenz, Blutdruck und Stresshormone stiegen. Männer aus der Ins-kalte-Wasser geworfen-Gruppe entschieden sich signifikant öfter für Frauen, die keine Ähnlichkeit mit ihnen aufwiesen. Entspannte Männer wählten Frauen, die ihnen selbst glichen. Gegensätze ziehen sich an? Offenbar nur, wenn wir unter Strom stehen.“

 

Dr. med. Hirschhausen belegt in seinem Buch auch, warum sich manche Frauen mit Äußerlichkeiten (schlanke Figur, straffe Haut, strahlender Teint etc.) oftmals (meiner Meinung nach viel zu sehr) selbst unter Druck setzen bzw. mit anderen (vermeintlich attraktiveren oder von den Medien vorgegebenen Idelal-) Frauen konkurrieren:

 

Wohin schaut eine paarungswillige Frau, wenn auf einer Party ein attraktiver Typ in weiblicher Begleitung durch die Tür kommt? Auf die Frau!“… „Die Qualiät der Frau ist für die potenzielle Rivalin besser einzuschätzen, sie ist ja selbst eine.“…“Die Fruchtfliegen machen es genauso! Zeigt sich ein bis dato völlig uninteressantes Fliegenmännchen in Gegenwart einer schicken Fliege, fliegen auch andere Weibchen auf ihn. Dieses Spiel nenn sich mate copying, was man frei übersetzen kann mit: ,Auch bei der Partnersuche ist nichts erfolgreicher als der Erfolg´. Warum ist dieses Verhaltensmuster des Abjagens von gebrauchten Partnern so universell, das die gleichen Regeln gelten, egal ob man sich einen Fisch angeln will oder einen Mann? Eine biologische Tatsache, an der man in der Evolutionspsychologie nicht vorbeikommt, besagt: Frauen tragen das größere Risiko bei der Fortpflanzung.“…“Die Frau hat im Monat eine Eizelle. Der Mann am Tag etwa hundert Millionen Spermien. Jetzt einmal ganz ohne Vorurteile: Womit wären Sie großzügiger?“

Frauen sparen also Zeit und im wahrsten Sinne des Wortes „Liebesmüh´“, wenn sie bereits erste Anhaltspunkte über den von ihr begehrten Mann darüber erhalten, mit welchen Frauen er sich umgibt. Frei nach dem Motto: Das muss ein toller Mann sein, wenn viele interessante und attraktive Damen seine Nähe suchen. Vielleicht überprüfen Sie diese Theorie einfach mal in Ihrem persönlichen Umfeld!

 

Insgesamt ein unterhaltsames, optisch ansprechend gestaltetes und leicht zu lesendes Buch für den Urlaub oder einen gemütlichen Vorweihnachtsabend, das jedem, egal ob Single, partnersuchend, gerade getrennt, in einer Ehe oder in einer Beziehung lebend vermittelt: Das Leben steckt voller Herausforderungen, egal ob allein oder zu zweit. Auf jeden Fall: Man ist nicht die/der einzige, die/der hin und wieder mit den Herausforderungen der Liebe zu kämpfen hat.

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