Kategorie: News

Zum Psychologen gehen ja nur Verrückte!

Liebe Leser!

 

Immer wieder höre ich den Satz: „Ich bin ja nicht verrückt, ich brauche keinen Psychologen!“ Bestimmt können Sie sich vorstellen, wie es mir als Psychologin und Psychotherapeutin in diesem Moment geht, wenn ich so einen Satz höre. Aus diesem Grund muss ich heute eine Lanze für meinen Berufsstand brechen, vor allem aber für all meine hoch kompetenten Klientinnen und Klienten, die weit davon entfernt sind, „verrückt“ zu sein. Wie oft bin ich selbst erstaunt, welch´ mutige, reflektierte und intelligente Lösungen meine Klienten nach unseren Sitzungen für sich finden! Wären doch nur mehr Menschen so verrückt, rascher zum Psychologen zu gehen!

 

Wir schreiben das Jahr 2017 und die unendlichen Weiten unserer Seele sind längst noch nicht zur Gänze erforscht.
Jede und jeder von uns befindet sich immer wieder mal in einer emotionalen Krise. Wir kämpfen mit Veränderungen und Stress am Arbeitsplatz, müssen Entscheidungen treffen, wenn uns unsere Beziehung nicht mehr glücklich macht, oder fühlen uns in der Kindererziehung manchmal am Ende unserer Kräfte. Genau dann bräuchten wir jemanden, der uns einen Spiegel vorhält, um zu einer guten Entscheidung zu gelangen. Genau dann wäre jemand am hilfreichsten, der außerhalb unseres Systems steht, jemand, der unvoreingenommen und lösungsneutral ist.
Es gibt Zeiten, in denen wir unsere Fähigkeiten nicht nutzen können, weil wir von unseren Problemen so vereinnahmt werden, dass wir uns an sie nicht mal mehr erinnern. Es ist die Aufgabe von Psychologen und Psychotherapeuten, die Selbst-Reflexions- und Selbst-Steuerungs-Fähigkeiten unseren Klienten wieder zugänglich zu machen, damit sie sich wieder als entscheidungsfähig erleben können. Lösungsorientierte Methoden und neueste Erkenntnisse der Neurobiologie können hier von großem Nutzen sein.

 

 

Ich hoffe, Sie stimmen mir zu, dass man nicht verrückt sein muss, um sich eine neutrale Außensicht von jemandem einzuholen, der es gelernt hat, hilfreiche, lösungsorientierte Fragen zu stellen und der es versteht, verschüttete Ressourcen bei Menschen an die Oberfläche zu holen, wenn diese sie gerade nicht erkennen können!

 

 

PsychologInnen und PsychotherapeutInnen begleiten Menschen in Entscheidungsprozessen. Die Klienten sind die Experten ihres Leben und treffen ihre eigenen Entscheidungen. Zumeist geht es mithilfe einer geschulten Außensicht eben rascher und leichter, sein Leben in eine angenehmere Richtung zu lenken.

 

Aus diesem Grund: Wenn es Ihnen hilfreich erscheint, warten Sie nicht bis Sie verrückt werden, bevor Sie zum Psychologen gehen!

Andrea Köhler-Ludescher: „Paul Watzlawick“

 

Heute möchte ich Ihnen eine wunderbar gelungene Biografie von Paul Watzlawick ans Herz legen.
Das Buch über einen der wohl international bekanntesten Kärntner Wissenschafter und Therapeuten ist ein Genuss für jedermann.

Paul Watzlawick
Die Autorin, Andrea Köhler-Ludescher, ist nicht nur Kommunikationsexpertin und Juristin, sie ist auch Watzlawicks Großnichte und hat liebevoll Briefe, Interviews, Aussagen von Zeitzeugen und Familienmitgliedern zusammengetragen und dieses tolle Buch geschrieben.

 

 

Das Buch begleitet Sie durch Paul Watzlawicks Leben, seine Kindheit in Villach und Wien, sein Studium in Venedig, Ausbildungen und Arbeit in Zürich, Indien, El Salvador bis letztlich in die USA. Bekannt war er als Kommunikationsforscher, radikaler Konstruktivist und einer der Wegbereiter der Systemischen Familientherapie. In Andrea Köhler-Ludeschers Biografie lernen Sie Paul Watzlawick auch als unglaubliches Sprachentalent, als Liebhaber der guten Küche, als Übersetzer und Dolmetscher, als konsequenten Yoga-Praktizierenden und dennoch leisen und bescheidenen Menschen kennen.

 

 

Ein sehr persönliches Buch, das uns so nebenbei viele Eindrücke aus vergangenen Zeiten vermittelt und sich gleichzeitig wie ein Abenteuerroman liest.

 

Daniel Glattauer: Die Wunderübung

Das kleinen Büchlein mit dem Titel „Die Wunderübung“ wird Viele von Ihnen amüsieren. Die Komödie handelt von einem sich im Dauerstreit befindenden Ehepaar, das sich nach Frieden sehnt und sich dazu entschlossen hat, bei einem Therapeuten eine Paartherapie zu beginnen. Der müht sich mit verschiedensten Übungen mit dem Paar ab, alles scheint aussichtslos zu sein. Eine persönliche Krisensituation des Therapeuten scheint jedoch eine Wendung in die Geschichte zu bringen, aber bitte, lesen Sie selbst….

 

 

 

 

Daniel Glattauer hat die Fähigkeit, Paare und deren Kommunikationsmuster herrlich detailiert zu beobachten und derart humorvoll zu beschreiben, sodass aus dieser inhaltlich eher tragischen Situation eine durch und durch vergnügliche Komödie wird.

 
Diejenigen unter Ihnen, die sich in aktuell schwierigen Beziehungen befinden, könnten sich darin auf herzerfrischende Art und Weise wiederfinden, Singles und Menschen in harmonischen Beziehungen werden aufatmen und froh sein, sich derzeit nicht in solchen Querelen zu befinden und sich ebenso köstlich amüsieren.

 

Ich kann Ihnen das Buch nur empfehlen, wenn´s Ihrer Beziehung nicht gut tun sollte, dann kommen Sie einfach zu mir in die Paarberatung

 

 

Psychovampire – über den positiven Umgang mit Energieräubern

 

 

 

Liebe Leser!

 

 

 

 
Vielleicht kennen Sie das auch: Man verbringt einen angenehmen Tag und trifft plötzlich zufällig auf einen bestimmten Menschen und plötzlich ist die ganze Energie weg.
Man fühlt sich innerhalb von Minuten kraftlos, leer, ausgesaugt.

 

Nein, das ist kein Psychothriller, das ist unser Alltag. Psychovampire – Menschen, die unsere Energie rauben, die uns mit einem einzigen Satz den ganzen Tag verderben können, finden uns immer wieder. Das war die schlechte Nachricht.

 

Die gute Nachricht aber ist, dass der bekannte Fachartz für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie Dr. Hamid Peseschkian ein Buch darüber verfasst hat, wie wir Psychovampire erkennen können und wie wir uns im Alltag gegen sie schützen können. Und dafür brauchen wir keinen Knoblauch, nur ein wenig Übung. Bestimmt fällt auch Ihnen jetzt sofort eine Person ein, die Ihnen ein gutes Übungsfeld bieten könnte…

 

 

 

Ich möchte Ihnen hier einen kurzen Auszug über beliebte Psychovampir-Typen geben (die vollständige Liste finden Sie im Buch):

 

Der Ja-aber-Vampir

Prinzipiell begegnet dieser Vampir jeder Idee, jeder Äußerung mit dem Satz: „Ja, aber…“ Diese Grundhaltung wird als extrem anstrengend und negativistisch erlebt, da er viele Gründe anführt, warum er etwas nicht ändern oder tun kann.

 
Der depressive Psychovampir

Er trägt die Last der ganzen Welt auf den Schultern und läuft dabei ständig mit einem leidenden Gesicht herum. Alles ist ihm zu schwer. Er hat viel Zeit, erledigt aber kaum etwas. Er quält sich durch den Tag und zieht so sein ganzes Umfeld emotional und stimmungsmäßig herunter.

 

Der höfliche Vampir

Auch zu viel Höflichkeit kann anstrengend sein. Dieser Vampir will niemandem zur Last fallen, möchte ständig helfen und alles und jeden unterstützen. Wenn man ihn in ein Restaurant einlädt und ihn fragt, was er trinken möchte, dann lautet die Antwort: „Was trinkst denn du? Mir ist egal, was.“ So muss man immer wieder nachfragen, bis sich der andere endlich entscheidet. Die zurückhaltende Art des Psychovampirs wird als extrem anstrengend erlebt.

 

Der Experten-Vampir

Er hat keine Ahnung, hält sich aber für einen Experten. Er weiß auf jede schwierige Situation eine Antwort, ist ein Besserwisser und verletzt mit seinen ständigen Ratschlägen die anderen. Er frisst die Zeit seiner Opfer, denn er holt mit seinem angeblichen Wissen immer weit aus. Wer es wagt, ihm zu sagen, dass er keine Ahnung hat von dem, was er sagt, riskiert ein dauerhaft kompliziertes Verhältinis mit diesem Vampir.

 

Na, sind Ihnen einige dieser Typen bekannt oder haben Sie sich vielleicht selbst in einem erkannt? Im Buch von Hamid Peseschkian können Sie weitere Typen kennenlernen. Sie erfahren auch, wie man sie rasch identifiziert und wie man am besten mit ihnen umgeht.

 

 

Um Sie auch für kurze, aber heftige Attacken der Vampire zu sensibilisieren, sind hier einige typische Vampirsprüche:

 

 

  • Von dir hätte ich dies nie erwartet!
  • Wir haben das schon immer so gemacht!
  • Für deine Patienten hast du immer Zeit.
  • Ich dachte, wir sind Freunde…
  • Du wirst schon wie deine Mutter!
  • Diesen Vorschlag hatten wir vor Jahren schon mal.
  • Es ist okay, dass du keine Zeit für meine Probleme hast. Du hast viele Sachen zu erledigen, die wichtiger sind als mein Anliegen.

 

 

Ich kann Íhnen dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Es ist sehr spannend und lustig zu lesen. Hamid Peseskian und seine Co-AutorinConnie Voigt (Journalistin und Kommunikationsexpertin) haben damit ein sehr praktisches und humorvolles Buch geschaffen. Und Sie wissen ja: Humor ist gerade in schwierigen Situationen hilfreich, denn er schafft die nötige Distanz.

„Menschen lesen“ von Joe Navarro

 

 

 Ich möchte Ihnen diesmal das Buch „Menschen lesen“ von Joe Navarro, einem ehemaligen FBI-Agent, ans Herz legen.

 

 
Wer sagt mir wirklich die Wahrheit?
Wer ist mir wohlgesonnen, wem kann ich vertrauen und vor wem sollte ich mich eher schützen?

 
Worte können Vieles verschleiern, überdecken oder auch verschönern. Doch der Körper lügt nicht. Er verrät uns all das, was uns eine Person vielleicht nicht sagen möchte.
Für all jene, die ihre Beobachtungsfähigkeit schärfen möchten ist dieses Buch von Joe Navarro eine wahre Schatzkiste voller Tipps und Tricks, worauf man im Umgang mit unseren Mitmenschen achten sollte.

 
Egal, ob Sie wissen wollen, für welches Produkt sich ihr Kunde wirklich interessiert, welche Fragen den Bewerber bei einem Vorstellungsgespräch in Stress versetzen, oder ob ihr Weihnachtsgeschenk tatsächlich gut angekommen ist, mit diesem Buch lernen Sie, auf die richtigen nonverbalen Signale anderer zu achten.

 

 

 Wussten Sie, …
… dass viele Pokerspieler zwar ihr Gesicht ganz gut im Griff haben, jedoch ihre Beine und Füße können einen versuchten Bluff schnell auffliegen lassen?

… dass Männer oft ihren Nacken berühren, wenn sie sich unbehaglich fühlen oder unsicher sind?

… dass unsere Füße und Beine die ehrlichsten Körperteile sind?

… dass wir uns mit unserem Körper von Menschen weglehnen, wenn wir sie nicht mögen?

 

 

Insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch, das viel praktisches Wissen vermittelt, das jeder jederzeit brauchen kann!

 

 

 

Elternberatung vor einvernehmlicher Scheidung

Seit 1. Februar 2013 sind die Eltern minderjähriger Kinder vor einer einvernehmlichen Scheidung verpflichtet, dem Gericht zu bescheinigen, dass sie sich über die spezifischen aus der Scheidung resultierenden Bedürfnisse ihrer minderjährigen Kinder bei einer geeigneten Person oder Einrichtung beraten haben lassen.

 

Ohne eine derartige Beratung ist es nun nicht mehr möglich, sich einvernehmlich scheiden zu lassen!

 

Zusätzlicher Aufwand oder steckt doch ein Sinn dahinter:

 

Wozu dient diese verpflichtende Beratung?

 

Seien wir uns doch mal ehrlich: Wenn wir vor den Trümmern einer Beziehung stehen, wenn die Würfel gefallen sind und wir uns entschlossen haben, uns zu trennen bzw. scheiden zu lassen, passiert es uns allen ganz leicht, dass wir uns überfordert fühlen. In solchen Situationen können wir rasch den Blick für die Bedürfnisse und Anliegen unserer Kinder verlieren.

 

Viele Fragen sind zu klären. Auch in Beziehungen ohne Kinder. Doch mit Kindern wird es noch ein wenig schwieriger.
Kinder sind dieser Situation immer hilflos ausgeliefert. Sie sind die eigentlichen Verlierer und diejenigen, die besonders schützenswert sind.

 

Eine Scheidung bedeutet für Kinder nicht automatisch, dass sie traumatisiert oder unglücklich werden müssen.
Ganz im Gegenteil: gut überlegt und einfühlsam besprochen, kann eine Scheidung der Eltern für die Kinder manchmal sogar eine Entlastung bedeuten. Eine entspanntere Atmosphäre zu Hause, weniger Streit und weniger Vorwürfe lassen auch die Kinder aufatmen.
Aber auch, wenn sich die Eltern noch so gütlich und einvernehmlich trennen, sollten folgende Fragen gut durchdacht und geplant werden:

 

 

  • Wie sagen wir es unserem Kind?
  • Was genau ändert sich für das Kind nach der Scheidung?
  • Wo wird sein Platz sein – hat es nach der Scheidung zwei Zusause?
  • Wie sieht die Besuchsregelung nach der Scheidung aus?
  • Wie geht es einem Kind, wenn sich die Eltern neu verlieben?
  • Wie kann eine Patchworkfamilie funktionieren?

 

 

In meiner Praxis biete ich Ihnen die Möglichkeit, (im Einzelsetting oder als Paarberatung) über diese Themen und Fragen individuell in entspannter Atmosphäre zu sprechen. Ich sehe Sie als Experten für Ihre Kinder und mich als professionelle Beraterin, die Ihnen praktische Tipps und Hinweise geben kann, damit sich Ihr Kind auch nach der Scheidung sicher, geliebt und behütet fühlt.

 

 

Die Beratung kann als Einzel- oder Paarberatung stattfinden.

Tarif: € 105,– / Einheit inkl. schriftliche Bestätigung

Termine nach Vereinbarung!

Wie gefährlich ist Stress wirklich?

„Tut mir leid, dafür hab´ ich keine Zeit – ich bin zu sehr im Stress“. Das hört man ständig. Wird man von Stress irgendwann wirklich krank? Ist Stress denn eigentlich wirklich so gefährlich?
Stess an sich ist nicht gesundheitsgefährdend. Im Gegenteil! Wir brauchen ihn sogar! In früheren Zeiten, als die Menschen noch in Höhlen lebten und die einzigen Konfliktlösungsmöglichkeiten Flucht, Angriff oder Totstellen waren, brauchten wir kurzfristige Phasen der Anspannung für die ersten beiden Möglichkeiten (Flucht und Kampf) unbedingt, um zu überleben.
Wenn der Säbelzahntiger vor der Höhle stand, war es wichtig, dass sich die Bronchien erweitern, die Atmung schneller wird, dass das Herz besser durchblutet wird und damit leistungsfähiger wird. Auch Herz, Gehirn und Muskeln werden bei Stress besser durchblutet. Sauerstoff und Energie wird in die Muskulatur gepumpt. Das erhöht die Reflexgeschwindigkeit. Die Verdauungstätigkeit von Magen und Darm wird gehemmt, denn in einer Gefahrensituation sollte man besser nicht auf die Toilette müssen.
Auch die Libido wird gehemmt, die Genitalorgane werden weniger durchblutet, Männer produzieren weniger Spermien – wer hat auf der Flucht vor dem Säbelzahntiger schon Zeit und Muße, an die Liebe zu denken. Unser Immunsystem lässt die Anzahl von Killerzellen im Blut ansteigen, um im Falle einer Verletzung in der Hitze des Gefechts Fremdkörper, die ins die Blutbahn gelangen könnten, schnell unschädlich zu machen. Wir werden in einer Stresssituation sogar schmerzunempfindlicher, um länger kämpfen oder flüchten zu können.
Dafür sind diese Reaktionen unseres Körpers überlebenswichtig!
Heute gibt es zwar keine Säbelzahntiger mehr, jedoch sind wir auch heute noch Gefahrensituationen ausgesetzt, in denen wir diese Reaktionen brauchen können (zum Beispiel im Straßenverkehr).
Verantwortlich für die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Stress, für den sogenannten Distress ist die nicht verbrauchte Energie! Der Körper bereitet sich wie wir gehört haben auf Angriff oder Flucht vor. Alle Reserven werden aktiviert und nicht verbraucht. Wir haben nur noch selten die Gelegenheit, unseren Stress in Form von tatsächlichem Angriff oder tatsächlicher Flucht abzubauen, also bleibt die Energie unverbraucht. Fett, Zucker und verklumpende Blutplättchen verstopfen die Blutbahn. Es kann zu Arteriosklerose und Infarkten in Herz, Lunge oder Gehirn kommen.
Es kann natürlich auch zu chronischen Belastungen kommen. Die Stressreaktion ist für kurzfristige Gefahren ausgerüstet. Zwischenmenschliche oder berufliche Stressbelastungen sind jedoch über längere Zeit belastend. Und so fehlt häufig die Zeit für Erholung oder Entspannung. Der Organismus wird ständig in einer erhöhten Widerstandsbereitschaft gehalten. Der Körper hat ein erhöhtes Energieniveau und kann mit der Zeit auch in Zeiten, wo keine akute Belastung vorliegt, nicht mehr zur Ruhe kommen. Hierin liegt die Gefahr von permanentem Stess.

 

Wie wirkt sich chronischer Stress nun auf unsere Gesundheit aus?

 

Permanent gestresste Menschen haben oftmals mit chronisch erhöhtem Blutdruck zu kämpfen. Durch die ständige Muskelanspannung (häufig im Schulter- und Nackenbereich) fühlen sie sich verspannt. Sie leiden unter Ein- und Durchschlafproblemen, haben ein geschwächtes Immunsystem und kompensieren den Stress oft mit Alkohol, Zigaretten oder ungesundem Essen.

Was können wir tun?

Manches liegt nicht in unserem Einflussbereich. Einiges können wir aber sehrwohl dazu unternehmen, um unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit zu verbessern. Wie sich jemand am besten erholen kann, ist individuell: Einige von uns erholen sich beim Sport in der freien Natur, andere lieben Musik oder können beim Zubereiten eines tollen Essens so richtig abschalten. Ob Sie die Zen-Gymnastik einer Bergwanderung den Vorzug geben, ist ganz allein Ihre Entscheidung. Wichtig ist, regelmäßig etwas für sich zu finden, bei dem man kurz aus dem täglichen Hamsterrad aussteigen kann. Ein positives soziales Netz (Freunde, Familie, nette Nachbarn etc.) ist für jeden von uns wichtig.

 

ÜBUNG:

Nehmen Sie doch einfach mal ein Blatt Papier und notieren darauf alle Menschen, mit denen Sie immer wieder in Kontakt sind rund um Ihren Namen (der in der Mitte steht). Zu den Namen der Menschen, die Sie als positiv und unterstützend erleben, zeichnen Sie eine grüne Verbindungslinie ein, zu den neutralen eine gelbe und zu den Namen der Menschen, zu denen der Kontakt aus Ihrer Sicht eher schwierig oder mühsam ist, zeichnen Sie eine rote Verbindungslinie.
Wenn Sie vorwiegend grüne Linien auf Ihrem Papier sehen, können Sie sich glücklich schätzen und sollten vor allem in stressigen Zeiten Ihre Kontakte pflegen.
Sollten viele rote Linien auf Ihrem Blatt erkennbar sein, wird es Zeit, sich mal Gedanken über das eigene soziale Netz zu machen und die positiven Beziehungen vielleicht noch mehr aktivieren bzw. auszubauen.

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